Weniger Fälle von Kreditkarten-Betrug durch Chiptechnologie

20.01.2012 - Weniger Fälle von Kreditkarten-Betrug durch Chiptechnologie

Eine Kreditkarte ist zwar ein praktischer Helfer bei den alltäglichen Zahlungsvorgängen, jedoch haben viele Fälle von Kreditkarten-Betrug in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Sicherheit der Karten in Frage gestellt wurde. Dies hat sich mit der Einführung der neuen Chip-Technologie offensichtlich deutlich geändert, wie das Analyse-Unternehmen FICO in einer Pressemitteilung bekannt gab. Demnach ist seit Einführung der neuen Datenverfahren der Betrug mit gefälschten Kreditkarten um ca. 60% zurückgegangen, was sich als sehr beachtlich bezeichnen lässt. Die genutzten Daten stammen aus einer Erhebung des europäischen FICO Falcon Fraud Konsortiums, in der viele Kreditkarten über einen Zeitraum von 2 Jahren hinweg untersucht wurden.
Betrugsmuster haben sich deutlich geändert
Die Erhebung ergab zudem auch, dass die Muster des Kartenbetrugs sich stark verändert haben. So wurden in 69% der Fälle Verfahren gewählt, bei denen keine Karte vorgelegt werden musste. Die Betrüger haben dabei lieber auf Onlinebezahlsysteme gesetzt und zudem grenzübergreifende Verhaltensmuster genutzt. Mit diesen Verhaltensmustern wurden knapp 72% des kompletten Betrugsumsatzes gemacht. Dazu kommt, dass die Betrüger bestimmte Branchen besonders häufig aufs Korn nehmen, denn 30% des gesamten Betrugsumsatzes lässt sich auf 10 Branchen zurückführen, zu denen Reisebüros, Hotels und Geldautomaten von Banken gehören. Nach Aussage von Martin Warwick, Fraud Chief EMEA bei FICO, hat sich das Bild innerhalb von nur 3 Jahren so deutlich gewandelt, denn vor dieser Zeit hätten noch 60% der Betrüger die Karten selbst für einen Coup eingesetzt, anstatt lediglich die Daten zu nutzen.
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