Goldene Kreditkarte

Goldene Kreditkarte – nicht nur Top-Verdiener werden versorgt

Goldene und schwarze Kreditkarte

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Lange Zeit waren goldene Kreditkarten in Deutschland, aber auch weltweit der Inbegriff von Luxus. Die edel gestalteten Kartenmodelle von American Express, VISA oder MasterCard waren wegen hoher Anforderungen von Seiten der Herausgeber vor allem Besserverdienern vorbehalten. Als „Ottonormalverdiener“ musste man lange Zeit mit den Standard-Produkten (vielfach an Namenszusätzen wie „Classic“ und ähnlichem zu erkennen) Vorlieb nehmen. Ein Statussymbol wie den 1980er und 1990er Jahren, als die Karten nur einem erlesenen Kundenkreis zur Verfügung gestellt wurden, sind die Karten heute nicht mehr – mit diversen Sonderleistungen aber überzeugen goldene Kreditkarten, ähnlich wie bei schwarzen Kreditkarte, bei vielen Anbietern aber nach wie vor.

Ihren Namen verdanken goldene Kreditkarten ihrer Optik. Denn die Produkte sind in der Tat meist goldfarben und sorgen damals wie heute bei vielen Konsumenten, die keine solche Karte besitzen, für neidvolle Blicke. Aus gutem Grund, wie wir im Folgenden erkennen werden.

Goldkarten sind auch eine Alternative für normale Kunden

Die Aussage, eine goldene Kreditkarte zeichne sich in erster Linie durch deutlich höhere Jahresgebühren aus, ist in vielen Fällen korrekt. Doch die Kartenmodelle allein mit diesem Ansatz erklären zu wollen, greift zu kurz. Auch wenn die Goldkarte im Kreditkarten Vergleich nicht mehr das absolute Top-Modell sein mag, da es inzwischen auch Platin- und andere vermeintlich noch leistungsstärkere Varianten gibt: Die Zuordnung goldener Kreditkarten zum Segment der Premium-Karten ist wie gehabt vollkommen verdient. Während die Standard-Kreditkarten längst in fast jeder Geldbörse zu finden sind, genießen goldene Varianten weiterhin eher einen Sonderstatus. Die Gebühren fallen durchaus bei etlichen Anbietern um 100 Prozent höher als bei den Basiskarten aus, teils sind die jährlichen Entgelte sogar in noch höheren Sphären angesiedelt.

Leistungen, Funktionen und Kosten der goldenen Kreditkarte sind wichtig im Vergleich

Natürlich sollten den Gebühren entsprechend gute Leistungen gegenüberstehen. Und genau dies ist im Normalfall bei einer goldenen Kreditkarte der Fall. Allerdings ist Goldkarte nicht gleich Goldkarte. Die Herausgeber – ob dies nun Banken, Finanzdienstleister oder Automobilclubs, Reiseunternehmen oder andere Anbieter sind – sollten mit dem Leistungsspektrum der Kreditkarte in Gold zum Bedarf passen. Wer sein Verhalten beim bisherigen Kartenmodell kennt oder objektiv analysiert, sollte relativ schnell passende goldene Kreditkarten finden, ohne allzu viel für den Service zahlen zu müssen. Ein akkurater Vergleich sollte dabei möglichst nicht nur Karten beinhalten, die von den großen Vertretern der Branche herausgegeben werden.

Gebühren der goldenen Kreditkarte sind immer ein relatives Thema

Oft kann es sich lohnen, auch goldene Kreditkarten kleinerer Anbieter in Betracht zu ziehen. Diese Kartenversionen bieten manchmal Leistungen, die es sonst eher selten gratis gibt. Kundenbedürfnisse unterscheiden sich schließlich ebenfalls, weshalb Extras im Einzelfall den Ausschlag geben können. Hoch oder vertretbar? Schon bei der Frage nach angemessenen Jahresgebühren für die goldenen Kreditkarten scheiden sich vielfach die Geister. Was einige Kartennutzer in spe für günstig halten, erscheint anderen bei eher seltener Kartennutzung als zu teuer. Hier zeichnen sich insbesondere Differenzen zwischen Gelegenheitsnutzern und jenen Konsumenten ab, die ständig bargeldlos zahlen oder Bargeld am Automatenabheben per Kreditkarte abheben.

Goldene Kreditkarten – Premium-Leistungen für jeden Kunden?

Dringend angeraten ist der Vergleich goldener Kreditkarten gerade im Hinblick auf die inkludierten Leistungen, die bei den mittlerweile doch recht zahlreichen Herausgebern ausgelobt werden. Eine Erkenntnis des Kreditkarten Tests ist jedenfalls: Die mit Goldkarten verbundenen Mehrkosten können sich unterm Strich rechnen. Denn so manche Zusatzleistung der Karte im Gold-Designs wäre sonst gar nicht zugänglich oder nur gegen Zahlung einer Gebühr. Der Versicherungsschutz, der in der einen oder anderen Form bei allen goldenen Kreditkarten zum Service gehört, ist ein gutes Beispiel für solche Extras.

Aber: Die Versicherungsleistungen sollten überhaupt benötigt werden. Wer zudem bereits ausreichend versichert ist, zahlt für die Karten-Extras vielleicht am Ende doppelt.

Es lohnt sich also, goldene Kreditkarten in all ihren Facetten und mitsamt ihrer Anforderungen und Kosten auf den Prüfstand zu stellen. Die „eingebauten“ Versicherungsleistungen, die in den nächsten Abschnitten noch genauer vorgestellt werden, sind nur ein Aspekt von vielen.

Nicht alle Anbieter sind wirklich kundenfreundlich

Generell sollten interessierte Konsumenten nicht blindlings und ohne den Bedarf zu hinterfragen und direkt eine goldene Kreditkarte beim erstbesten Anbieter beantragen. Erst recht nicht, ohne einen goldene Kreditkarten Vergleich vorzunehmen, der es Verbrauchern ermöglicht, die sprichwörtliche Spreu vom Weizen zu trennen. Denn auch in diesem Bereich gibt es sozusagen schwarze Schafe, deren Kartenmodelle die Zuordnung zum Premium-Segment beim besten Willen nicht verdient haben – beispielsweise wegen zu hoher jährlicher Grundgebühren, aufgrund eines schlechten Kundendienstes oder allgemein üppiger Gebühren, die gute Dienstleister nicht in Rechnung stellen, weil die Jahresgebühren den Großteil der Ausgaben bereits abdecken.

Goldene Regel: → Bei nur seltenem Kartengebrauch sind Goldkarten eher die falsche Wahl!

Steht fest, dass die neue Karte mit hoher Wahrscheinlichkeit regelmäßig genutzt wird und vielleicht auch Aufenthalte im Ausland bevorstehen, bei der das Angebot für Abhebungen am Geldautomaten sowie bargeldloses Bezahlen verwendet wird, lohnt sich das Abwägen der Vor- und Nachteile. Erkennen werden Leser im Vergleich, dass Herausgeber goldener Kreditkarten ohne Wenn und Aber eine ausreichende Bonität im Rahmen der Schufa-Abfrage von neuen Kunden erwarten. Vorbelastete Verbraucher haben kaum Aussicht auf Erfolg bei Antragstellung. Personen, die ein überdurchschnittlich gutes Einkommen vorweisen können und ein gutes Bonitäts-Rating vorweisen können, können aus dem Vollen schöpfen und haben die freie Wahl.

Wir können aber Entwarnung geben: So elitär wie vor zehn bis 20 Jahren erfolgt die Vergabe der goldenen Kreditkarte heute nicht mehr. Mit einem Durchschnittseinkommen und ohne finanzielle Altlasten können Sie durchaus in Deutschland eine Goldkarte erhalten!

Welche Bedingungen stellen Anbieter normalerweise?

Einige Details haben wir bereits erwähnt, jedoch fassen wir an diesem Punkt nochmals die relevanten Kriterien zusammen, die bei Antragstellung gegeben sein müssen/sollten:

  • Antragsteller müssen einen deutschen Wohnsitz nachweisen
  • Mindestalter von 18 Jahren muss erreicht sein
  • regelmäßige Einkommen (vielfach auch selbständige Einkünfte) werden verlangt
  • Schufa-Auskunft muss ausreichende Kreditwürdigkeit erkennen lassen

Von Angeboten, die ohne Bonitätsprüfung auskommen, sollten Verbraucher eher Abstand nehmen. Objektiv hochwertige Kreditkarten in goldener Färbung sehen allesamt die Abfrage des Schufa-Scores vor. Ähnlich vorsichtig sollte vorgegangen werden, wenn auf die obligatorische Grundgebühr bedingungslos verzichtet wird. Zumal goldene Kreditkarten ohne Grundgebühr eher nicht mit allzu spannenden Extraleistungen aus dem Vergleich hervorstechen.

Rabatte bei ausreichend Umsatz per Kreditkarte

Vielfach zeigen sich in der genauen Auswertung auch gewisse Extrakosten oder Fallstricke, die gegen einen Antrag sprechen. Aber: Vor allem über Sonderaktionen mit anfänglicher Grundgebühr-Befreiung können Kunden die goldene Kreditkarte zeitweise gebührenfrei erhalten. Bei Erreichen eines gewissen Mindestumsatzes – die Spannweite bei Goldkarten fällt mit 2.000 bis 8.000 Euro – können Kartennutzer vielfach dafür sorgen, dass die Gebühren im Folgejahr reduziert werden oder gänzlich entfallen.

Diese Gebühren können bei goldenen Kreditkarten auflaufen

Im Zuge der Abgleichung aller Daten gilt es zunächst die typischen Kosten zu definieren, die mit einer Karte – ob Kreditkarte auf Guthabenbasis, Standard-Modell oder eben goldene Kreditkarte – verbunden sind. Die Tatsache, dass eine goldene Kreditkarte mehrheitlich höhere Kartenlimits bezüglich der Kreditlinie aufweisen wird, ist interessant, sollte niemals das alleinige Argument für den Abschluss eines Kartenvertrags sein.

Typische Gebührenaspekte bei einer goldenen Kreditkarte:

  • die Jahresgebühren
  • die Gebühren bei Abhebungen am Geldautomat (zuhause oder im Ausland)
  • Fremdwährungsgebühren (in erster Linie bei Fernreisen ein Risiko)
  • Entgelte für bargeldloses Bezahlen (vor allem im Ausland)
  • Sollzinsen bei Nutzung des individuellen Kreditrahmens
  • Kosten durch Ersatzkarten oder Goldkarten für den Partner
  • Gebühren für Kartensperrungen nach Verlust/Diebstahl/Missbrauch
  • Kosten durch Limit-Anpassungen, Stundungen, Hotline-Anrufe, etc.
  • Wie bei allen Verträgen zu Finanzprodukten versteckten unseriöse Anbieter Gebühren gerne im Kleingedruckten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wichtig ist: Das Leistungspaket insgesamt muss stimmen

Solche Entgelte werden zwar spätestens bei der Lektüre der ersten Monatsabrechnung erkennbar – dann aber ist es bei einer goldenen Kreditkarte mit einer vereinbarten Mindestlaufzeit bereits zu spät. Um die Ausgaben dann nicht unnötig steigen zu lassen, können Inhaber auf eine andere, günstigere Karte umsteigen und den Vertrag fristgerecht kündigen, sodass nur noch die Grundgebühr berechnet wird. Abrechnungen übermitteln Anbieter meist im zwei- oder vierwöchigen Rhythmus. Ungeöffnet sollten die Rechnungen niemals entsorgt werden, denn nur der Blick auf die Zusammenfassung zeigt, welche Leistungen beansprucht wurden und wie teuer das „Vergnügen“ war.

Wann wird die Tilgung des Kartenumsatzes fällig?

Etliche goldene Kreditkarten sehen eine gewisse Zinsfreiheit für Umsätze vor, zwischen einem und drei Monaten liegen diese Fristen im Normalfall. Gleiche ich meinen Kartensaldo rechtzeitig aus, werden keine Sollzinsen in Rechnung gestellt. Und diese jährlichen Zinssätze für die Beanspruchung der persönlichen Kreditlinie (die wie erwähnt oftmals deutlich über dem liegt, was bei Standard-Produkten zugrunde gelegt wird). Ohnehin stocken Kreditkartenanbieter vor allem bei goldenen Kreditkarten bei zuverlässiger Begleichung offener Rechnungen und Saldo-Tilgung gerne nach und nach den Verfügungsrahmen. Kreditlinien jenseits der Marke von 10.000 Euro sind bei vielen Gold Cards durchaus üblich.

Große Unterschiede bei den Jahresgebühren für die Goldkarte

Die Barclaycard Gold Visa ist ein Modell, bei dem Kunden im ersten Nutzungsjahr keine Grundgebühr zahlen, dafür aber bis zu zwei Monate keine Zinskosten entrichten müssen. Unter der Voraussetzung, dass die Karten-Transaktionen in diesem Fall auf einen Schlag innerhalb der Frist beglichen werden. Der Anbieter zeichnet sich jedoch bei all seinen Produkten durch relativ hohe Sollzinsen aus. Die Hanseatic Bank GoldCard ist ein gutes Beispiel für eine goldene Kreditkarte, die bei Erreichen eines gewissen Jahresumsatzes (ab 3.000 Euro) im Folgejahre gebührenfrei ist. Im Falle der Wüstenrot Visa Gold wiederum wird mit einer gestaffelten Jahresgebühr gearbeitet. Auch hier ist die Nutzung im ersten Jahr kostenlos, danach wird ein Entgelt in Höhe von 39,00 Euro fällig. Ab einem Vorjahresumsatz von 2.000 Euro sinkt der Beitrag auf 20 Euro, ab 4.000 Euro Umsatz entfällt die Jahresgebühr auch ab dem zweiten Jahr.

Vergleichsweise teuer ist die American Express Card Gold. Die Charge-Karte kostet ab dem zweiten Jahr 140,00 Euro, die Partnerkarte allerdings gibt es ab 40,00 Euro. Der Begriff der Charge-Karte meint, dass der Kartensaldo allmonatlich in voller Höhe ausgeglichen wird. Aus diesem Grund können zwar Überziehungskosten beim zugeordneten Referenzkonto kommen, effektive Jahreszinsen verursacht die goldene Kreditkarte selbst aber generell nicht.

Wie hoch fällt bei Goldkarten der Kreditrahmen aus?

Dass viele Anbieter goldener Kreditkarten mit höheren Kartenlimits (als Standard bei Classic-Karten gilt das 2- bis 3-Fache des Netto-Monatseinkommens!) locken, mag vordergründig reizvoll, letzten Endes aber müssen Umsätze auch beglichen werden, weshalb Inhaber einer GoldCard nicht über ihre Verhältnisse leben sollte, da die Nutzung der Verfügungslinie schnell ins Geld gehen kann. Es ist eine denkbar einfach Rechnung, was ein Saldo von 2.000 Euro bei einem effektiven Jahreszins von 15,00 Prozent p.a. oder mehr aufs Jahr gerechnet kostet. Ein preiswerter Dispokredit ist bei dauerhaftem Bedarf ohne Wenn und Aber die bessere Wahl.

Was sind die üblichen Extras goldener Kreditkarten?

Neben dem genannten höheren Kartenlimit (falls es sich nicht um Chargecard mit monatlicher Saldo-Abrechnung handelt) sind es in erster Linie die Sonderleistungen, die anspruchsvolle Konsumenten zu einem Antrag zu einer goldenen Kreditkarte bewegen. Allerdings ist das teilweise ungleich bessere Limit oft ein Anreiz, die Entscheidung zugunsten einer GoldCard zu treffen.

Die weiteren typischen Leistungen einer goldenen Kreditkarte sehen je nach Modell wie folgt aus:

  1. verschiedene inkludierte Versicherungsleistungen
  2. Rabatte bei Partnerunternehmen der Anbieter
  3. Bonusaktionen und Cashback-Programme
  4. bevorzugte Behandlung bei Partnern wie Hotels, Reiseveranstalter, etc.
  5. bessere Versorgung mit Bargeld im Ausland

Auch wenn von Bonusprogrammen für gewisse Preisnachlässe bei der Buchung von Reisen, Hotels oder Mietwagen – wie sie bei etlichen goldenen Kreditkarten zum Service gehören, für neue Kunden reizvoll sein können, sind es oft eher die klassischen Details, die im Mittelpunkt eines Kreditkarten Vergleichs stehen sollten.

Was zahle ich für Abhebungen am Automaten?

Gemeint ist unter anderem die Bargeldversorgung. Bei vielen Kartenanbieter können Kunden wenigstens innerhalb Deutschlands kostenlos Geld vom Kredikartenkonto (oder dem Referenzkonto bei direkter Abrechnung pro Monat und damit ohne Kartensaldo) abheben. Andere Betreiber erlauben das kostenlose Abheben auch innerhalb der Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro oder sogar weltweit den gebührenfreien Gang an den Geldautomaten. Und zwar ohne dass Kunden auf das Logo der jeweiligen Kreditkartengesellschaft achten müssen. In anderen Fällen ist die globale Versorgung mit Geld vom Kartenkonto immerhin an den Automaten mit dem Logo entgeltfrei. Ansonsten kann es sich sehr lohnen, wenn ich mit der Karte kostenlos (die führenden Angebote erlauben 12 bis 24 Mal pro Jahr oder generell gebührenfreie Abhebungen!) Geld vom Konto abrufen kann. Allgemein sind Automatenentgelte neben der Jahresgebühr der wohl wichtigste Kostenfaktor, an den man bei den Premium-Karten denken sollte. Stammen Kreditkarten von Banken wie den genannten Beispielen, haben Kunden teils sogar die Chance, am Schalter in der Niederlassung Geld kostenlos abzuheben.

Ausgaben infolge von Überweisungen per Online-Konto

Ein Aspekt, den viele Kunden übersehen, sind Kosten, die im Rahmen von Online-Transaktionen entstehen. Viele Kreditkartenanbieter erheben in diesem Bereich Entgelte, die bei pro Transaktion durchaus bei 5,00 bis 10,00 Euro liegen können. Bevorzugen Kreditkartennutzer also diesen Weg bei Überweisungen, empfiehlt es sich, diesem Thema im Vergleich ausreichende Beachtung zu schenken. Werden regelmäßig per Internet Zahlungen getätigt, kann dies bei hohen Gebühren ziemlich teuer werden. So mancher Herausgeber einer goldenen Kreditkarte garantiert in diesem Punkt unterdurchschnittlich hohe Entgelte. Falls nicht, spricht dies bei entsprechendem Nutzungsverhalten gegen das jeweilige Kartenmodell.

Eigenes Design der Kreditkarte als Spezialität einiger Goldkarten

Ein „Nice-to-have“ ist sicher ein individuelles Wunschdesign der neuen Kreditkarte in Gold, wie es gerade bei Karten für Unternehmen mitunter offeriert wird, wenn Interessenten in Sachen „Corporate Identity“ mit klarem Unternehmensbezug für sich und ihre Mitarbeiter wünschen. Auch dieser Luxus sollte aber stets in Relation zu den anfallenden Nutzungsentgelten stehen und nicht allein den Ausschlag im Vergleich und Test geben. Die Teilnahme an Bonusaktionen oder Rabatte beim Tanken an bestimmten Tankstellen hingegen kann durchaus für eine Karte sprechen – ähnlich wie das Sammeln von Bonusmeilen bei Fluggesellschaften und Autovermietungen, wenn Reisen per Karte gebucht und bezahlt werden. Kann ich mit der goldenen Karte durch Zahlungen Punkte sammeln, die ich später gegen Geld- oder Sachprämien einlösen kann, ist dies durchaus ein Aspekt, der die sonstigen Gesamtkosten pro Jahr reduziert.

Was bringt mit der ergänzende Versicherungsschutz?

Bei den Versicherungsleistungen, wie sie bei mancher goldenen Kreditkarte zum Leistungsspektrum gehören, sollten potentielle Nutzer grundsätzlich erst einmal prüfen, ob sie nicht sowieso schon anderweitig in den Genuss der betreffenden Leistungen kommen. So sind Extras wie eine Auslandsreisekrankenversicherung, die Auslands-Kfz-Versicherung für Mietwagen oder Reiserücktrittpolice nicht selten bereits vorhanden – etwa über die Krankenversicherung oder die Kfz-Versicherung. Fehlt es bisher an einem solchen Versicherungsschutz, kann dies ohne Frage für eine Goldkarte sprechen. Eine bevorzugte Behandlung am Flughafen mit Zugang zu Premium-Bereichen ist ihrerseits interessant, wenn Kunden zum Kreis der Vielreisenden gehören.

Somit ist dieser Service gerade bei Kreditkarten im gewerblichen Kontext interessant. Werde ich durch meine Kreditkarte in Hotels besser behandelt oder kann ich am Flughafen gesonderte Bereiche wie Lounges aufsuchen, sollte dies als Zusatzleistung nicht unterschätzt, aber ebenso wenig überbewertet werden. Manche Sonderleistung kann sich gerade im internationalen Ausland lohnen, selbst wenn die Grundgebühr dann etwas höher ausfällt. Einmal mehr sei gesagt, dass Nutzer, die ihre Kreditkarte nur in der Heimat verwenden, solche Extras eher nicht benötigen. Der Einzelfall ist hier ausschlaggebend.

Ein seltener Luxus sind Guthabenzinsen. Vor dem Hintergrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus ist dieser Aspekt eher zu vernachlässigen. Vergleicht man die Verzinsung, die Inhaber einer goldenen Kreditkarte erhalten können, mit den Sollzinsen bzw. effektiven Jahreszinsen für den Kreditrahmen, fällt ein Zinssatz für mögliche Guthaben auf dem Kartenkonto kaum ins Gewicht.

Goldkarte ist nicht gleich Goldkarte – genaues Vergleichen ist immer wichtig

Schaut man sich also all diese genannten möglichen Extras goldener Kreditkarten an, wird sehr schnell offensichtlich, dass der Aufwand eines Kreditkartenvergleichs ebenso aufwendig wie bei Standardkarten. Nimmt man die die Mühen des Datenabgleichs aber auf sich, kann jeder Nutzer eine goldene Kreditkarte finden, die bezahlbar ist und aus dem Test zudem durch ausgesprochen umfangreiche Leistungen hervorsticht.