Medius Prepaid Kreditkarte: eingestellt, das kannst du heute tun

Die Medius Prepaid Mastercard gehörte zu den ersten aufladbaren Kreditkarten auf dem deutschen Markt, wird aber nicht mehr angeboten.

Die Medius Prepaid Mastercard gehörte zu den ersten aufladbaren Kreditkarten auf dem deutschen Markt. Ohne Schufa-Prüfung, mit Hochprägung und damit optisch kaum von einer echten Kreditkarte zu unterscheiden. Inzwischen ist das Produkt Geschichte: Der Vertrieb wurde eingestellt, der Anbieter ist nicht mehr aktiv. Hier liest du, was aus der Karte wurde und welche Guthabenkarten heute die bessere Wahl sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Medius Prepaid Mastercard wird nicht mehr angeboten, der Vertrieb wurde eingestellt.
  • Ausgegeben wurde die Karte über die Transact Network Ltd. aus Gibraltar, die Medius GmbH war der deutsche Vertriebspartner.
  • Mit rund 39,90 Euro Jahresgebühr plus Ausgabegebühr war die Karte vergleichsweise teuer.
  • Prepaid-Karten ohne Schufa gibt es heute von regulierten deutschen Anbietern, meist günstiger und mit App.
  • Aktuelle Angebote vergleichst du im Kreditkartenvergleich auf unserer Startseite.

Was war die Medius Prepaid Mastercard?

Die MediusCard war eine Prepaid-Kreditkarte auf Mastercard-Basis. Du hast Guthaben aufgeladen und konntest damit weltweit bezahlen, ein Kreditrahmen existierte nicht. Weil die Bank kein Ausfallrisiko trug, verzichtete der Anbieter auf Schufa-Abfrage und Bonitätsprüfung. Das machte die Karte für Menschen mit negativer Schufa interessant, für Selbstständige und für alle, die volle Kostenkontrolle wollten. Auch als Firmenkarten-Ersatz wurde sie beworben.

Eine Besonderheit war die Hochprägung. Anders als viele flach gedruckte Guthabenkarten sah die MediusCard aus wie eine klassische Kreditkarte. Dafür zahlte man allerdings: rund 39,90 Euro Jahresgebühr und noch einmal denselben Betrag für Kartenerstellung und Versand.

Warum gibt es die Karte nicht mehr?

Der Vertrieb der Medius Prepaid Mastercard wurde eingestellt, der Vertrag zwischen der Medius GmbH und der kartenausgebenden Transact Network Ltd. endete. Die Gesellschaft hinter der Karte ist seit Jahren nicht mehr aktiv am Markt. Ein offizielles Einstellungsdatum gibt es nicht, die Karte verschwand schlicht aus dem Angebot, wie viele Prepaid-Produkte dieser Ära mit Herausgebern in Gibraltar. Ein ähnliches Ende nahm etwa die LCS Prepaid Mastercard desselben Lizenznehmers.

Alternativen: das sind die besseren Prepaid-Karten

Aufladbare Kreditkarten gibt es weiterhin, nur zu besseren Bedingungen. Regulierte deutsche Banken und E-Geld-Institute bieten Prepaid-Mastercard- und Visa-Karten mit deutschem Support, Banking-App und transparentem Preisverzeichnis. Einen Marktüberblick samt Entscheidungshilfe findest du im Ratgeber Prepaid-Kreditkarte.

Steht bei dir die fehlende Schufa-Prüfung im Vordergrund, hilft der Ratgeber Kreditkarte ohne Schufa weiter. Und wenn deine Bonität passt, bekommst du eine kostenlose Kreditkarte sogar ganz ohne Jahresgebühr. Die aktuellen Konditionen stehen im Rechner.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Medius Prepaid Mastercard noch beantragen?

Nein. Der Vertrieb wurde eingestellt und der Anbieter ist nicht mehr aktiv. Neuanträge sind seit Jahren nicht mehr möglich.

Was ist mit Guthaben auf einer alten MediusCard?

Ansprüche auf Restguthaben richten sich gegen die kartenausgebende Stelle, das war die Transact Network Ltd. in Gibraltar. Da das Unternehmen nicht mehr aktiv ist, sind alte Guthaben praktisch kaum noch durchsetzbar. Genau deshalb raten wir bei Prepaid-Karten zu regulierten Anbietern aus Deutschland oder der EU.

Welche Prepaid-Kreditkarte ersetzt die MediusCard am besten?

Eine aufladbare Mastercard oder Visa eines deutschen Anbieters mit klarem Preisverzeichnis. Die Auswahl samt Vor- und Nachteilen zeigt der Ratgeber Prepaid-Kreditkarte, die Konditionen vergleichst du im Kreditkartenvergleich.

Geht eine Prepaid-Karte komplett ohne Gebühren?

Ganz ohne Kosten kommt kaum eine Guthabenkarte aus, üblich sind Jahres- oder Monatsgebühren und Entgelte fürs Aufladen oder Abheben. Wer eine dauerhaft gebührenfreie Karte will und eine Bonitätsprüfung nicht scheut, findet unter den kostenlosen Kreditkarten die günstigeren Angebote.

Tobias Friedrich
Geprüft von Tobias Friedrich
Gründer & Geschäftsführer der Finanzriese GmbH · § 34d GewO (IHK 2021)

„Beim Kreditkartenvergleich zählt nicht der lauteste Bonus, sondern die Summe der Kosten übers Jahr. Wir bewerten Karten nach Jahresgebühr, Auslandseinsatz und Bargeldkonditionen – transparent und unabhängig."

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