Payback Kreditkarte: Amex und Visa im Vergleich

Mit einer Payback Kreditkarte sammelst du bei jedem Einkauf, nicht nur an der Kasse der Payback Partner.

Mit einer Payback Kreditkarte sammelst du bei jedem Einkauf, nicht nur an der Kasse der Payback Partner. Seit 2026 hast du die Wahl zwischen zwei Modellen: der American Express Karte ohne Jahresgebühr und der neuen Payback Visa der BW-Bank. Beide haben ein klares Profil, je nach Alltag passt mal die eine, mal die andere besser zu deinen persönlichen Ausgaben. Unser Vergleich zeigt dir Punkte, Gebühren und Unterschiede, Stand Juli 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Payback American Express ist dauerhaft ohne Jahresgebühr erhältlich und bringt 1 Punkt pro 3 Euro Umsatz, bei Payback Partnern sammelst du doppelt.
  • Die Payback Visa Kreditkarte kostet 29 Euro im Jahr, dafür kannst du weltweit gebührenfrei bezahlen und im Ausland gratis Bargeld abheben.
  • Payback-Punkte verfallen bei aktiver Kartennutzung nicht und sind rund 1 Cent wert.
  • Für Reisen außerhalb des Euroraums ist die Visa besser, im Inland punktet die kostenlose Amex.
  • Neukunden erhalten je nach Aktion Extra-Punkte als Willkommensbonus, die aktuellen Konditionen prüfst du im Kreditkartenvergleich.

Die Payback Kreditkarten im Überblick

Payback ist das größte Bonusprogramm in Deutschland, Millionen Haushalte sammeln bei Partnern wie Edeka, Aral oder dm. Eine Payback Kreditkarte erweitert das Prinzip auf jede Kartenzahlung, egal ob der Händler Partner ist oder nicht. Aktuell gibt es zwei Modelle mit unterschiedlichen Herausgebern.

Payback American Express: die kostenlose Karte

Die American Express Payback Karte kommt dauerhaft ohne Jahresgebühr aus. Pro 3 Euro Umsatz gibt es 1 Punkt, und bei Payback Partnern bekommst du zusätzlich die regulären Punkte an der Kasse, also doppelt. Dazu kommen eine kostenlose Zusatzkarte, ein 90-tägiges Rückgaberecht auf Einkäufe, Rabattaktionen über Amex Offers, kontaktloses Bezahlen und die Einbindung in Apple Pay und Google Pay.

Die Schwächen liegen im Ausland: Auf Zahlungen außerhalb der Euro-Zone fallen 2 Prozent Fremdwährungsgebühr an, fürs Bargeld abheben 4 Prozent (mindestens 5 Euro). Auch die Akzeptanz ist geringer als bei Visa, gerade in kleinen Geschäften. Mehr zum Herausgeber und seinen übrigen Karten liest du im Überblick American Express Kreditkarte.

Payback Visa Kreditkarte: die Reisekarte

Die Payback Visa gibt die BW-Bank heraus, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg. Sie kostet 29 Euro Jahresgebühr und bringt 1 Punkt je 5 Euro Umsatz, etwas weniger als die Konkurrenzkarte. Dafür glänzt sie auf Reisen: keine Fremdwährungsgebühr, du kannst weltweit gebührenfrei bezahlen und im Ausland gratis Geld abheben. Abgerechnet wird monatlich als Charge Card, der offene Betrag wird automatisch per Lastschrift vom Girokonto eingezogen.

Mit der weltweit hohen Visa-Akzeptanz ist sie die unkompliziertere Begleiterin für unterwegs. Wer die Vorteile im Urlaub nutzen will, findet weitere Empfehlungen im Ratgeber Kreditkarte im Urlaub.

Payback Punkte sammeln: so funktioniert es

Das Prinzip ist bei beiden Karten gleich: Du bezahlst, und Payback schreibt dir automatisch Punkte gut. Ein Punkt ist rund 1 Cent wert. Bei der Amex bekommst du 1 Punkt je 3 Euro, bei der Visa 1 Punkt je 5 Euro Umsatz.

Richtig lohnend wird es in Kombination mit dem normalen Payback Punkte sammeln an der Kasse. Kaufst du bei einem Partner ein, zeigst erst deine Payback-Karte oder App vor und zahlst dann mit der Kreditkarte, kassierst du doppelt, plus eventuell aktivierte Coupons. Wichtig zu wissen: Payback hat zum Jahreswechsel 2024/25 den Partner gewechselt, statt Rewe sammelst du heute besonders bei Edeka, Netto Marken-Discount und Marktkauf.

Die gesammelten Payback-Punkte verfallen bei den Kreditkarten nicht, solange du die Karte aktiv nutzt. Einlösen kannst du sie beim Einkaufen an der Kasse, als Prämie, als Spende oder als Transfer in Miles & More Meilen, was das Duo auch für Vielflieger interessant macht, mehr dazu im Ratgeber Kreditkarte für Vielflieger.

Gebühren im Vergleich

Die beiden Karten verteilen ihre Kosten gegensätzlich. Die wichtigsten Posten im Überblick:

  • Jahresgebühr: American Express Karte dauerhaft 0 Euro, Visa 29 Euro.
  • Fremdwährungsgebühr: Amex 2 Prozent, Visa keine. Was hinter dem Entgelt steckt, erklärt das Lexikon unter Entgelt für Auslandseinsatz.
  • Bargeld: Bei der Amex kosten Abhebungen 4 Prozent, mindestens 5 Euro. Mit der Visa hebst du im Ausland gebührenfrei ab.
  • Zusatzkarte: Bei der Amex kostenlos enthalten.

Als Faustregel: Wer fast nur in Deutschland und der Euro-Zone unterwegs ist, fährt mit der Amex besser. Wer regelmäßig Zahlungen in Fremdwährung tätigt oder unterwegs Bargeld braucht, holt die Visa-Jahresgebühr schnell wieder rein. Rechne mit deinen persönlichen Umsätzen nach, bevor du dich entscheidest.

Amex oder Visa: Vorteile im Vergleich

Die Payback American Express ist die richtige Wahl für Alltagssammler: keine Jahresgebühr, bessere Punktquote, starke Extras wie Einkaufsschutz und Amex Offers. Ihre Akzeptanzlücken gleichst du im Zweifel mit einer zweiten Karte aus.

Die Payback Visa Kreditkarte passt zu dir, wenn du ein einziges Zahlungsmittel für alles suchst, auch für Reisen. Die Visa-Akzeptanz ist nahezu lückenlos, und die Auslandskonditionen sind für eine Bonuskarte stark. Dafür zahlst du eine überschaubare Jahresgebühr und sammelst etwas langsamer.

Übrigens musst du dich nicht zwingend festlegen: Manche Sammler kombinieren die kostenlose Amex für Deutschland mit einer gebührenfreien Reisekarte, passende Empfehlungen zeigt der Vergleich kostenlose Kreditkarte.

Alternativen zur Payback Kreditkarte

Eine Payback Kreditkarte lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin Payback nutzt. Sammelst du nicht, gibt es bessere Alternativen: die Hanseatic Bank GenialCard, die TF Bank Mastercard Gold oder die easybank Visa, alle ohne Jahresgebühr und ohne Fremdwährungsgebühr. Für Meilensammler kommen die Miles & More Card und andere Vielflieger-Modelle infrage, für Cashback-Fans Angebote mit direkter Gutschrift. Einen neutralen Überblick über die stärksten Karten aller Kategorien gibt der Ratgeber beste Kreditkarte.

Payback Kreditkarte beantragen

Beide Karten beantragst du online in wenigen Minuten, die Beantragung der Payback Visa läuft über die BW-Bank, die der Amex über American Express. Du brauchst ein deutsches Girokonto als Referenzkonto, musst mindestens 18 Jahre alt sein und eine ausreichende Bonität mitbringen, die Herausgeber prüfen die Schufa. Nach der Identitätsprüfung per Video-Ident kommt die Karte per Post, digital lässt sie sich meist sofort in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen.

Ein Blick auf die aktuellen Willkommensaktionen lohnt sich: Beide Herausgeber werben regelmäßig mit Extra-Punkten für Neukunden, teils gekoppelt an einen Mindestumsatz in den ersten Monaten. Vergleiche vor dem Antrag die Konditionen im Kreditkartenvergleich, die Anbieter passen Boni und Gebühren immer wieder an.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Payback Kreditkarte?

Die American Express Payback Karte ist dauerhaft kostenlos. Die Visa der BW-Bank kostet 29 Euro Jahresgebühr, verzichtet dafür aber auf die Fremdwährungsgebühr und auf Gebühren fürs Bargeldabheben im Ausland.

Wie viele Punkte bringt die Payback Kreditkarte?

Mit der Amex gibt es 1 Punkt je 3 Euro Umsatz, mit der Visa 1 Punkt je 5 Euro. Bei Payback Partnern kommen die regulären Punkte an der Kasse obendrauf, einer entspricht rund 1 Cent.

Gibt es die Payback American Express noch?

Ja, die Kooperation zwischen Payback und American Express läuft weiter, die Karte ist weiterhin ohne Jahresgebühr erhältlich. Neu hinzugekommen ist die Visa Payback Karte als zweites Modell im Programm.

Verfallen meine Payback-Punkte?

Bei aktiver Nutzung der Kreditkarte verfallen sie nicht. Ohne Kreditkarte gilt die normale Payback-Regel, nach der Punkte nach 36 Monaten verfallen können, wenn du sie nicht einlöst.

Kann ich mit der Payback Kreditkarte Meilen sammeln?

Indirekt ja. Payback-Punkte lassen sich in Miles & More Meilen umwandeln. Wer gezielt Meilen sammelt, vergleicht die Payback-Karten am besten mit speziellen Vielflieger-Kreditkarten.

Welche Bonität brauche ich für die Payback Kreditkarte?

Beide Herausgeber prüfen deine Schufa und dein Einkommen. Bei negativen Einträgen ist eine Ablehnung wahrscheinlich, Alternativen findest du im Ratgeber Kreditkarte ohne Schufa.

Lohnt sich eine Payback Kreditkarte überhaupt?

Wenn du regelmäßig bei den Partnern einkaufst und viel mit Karte bezahlst, ja. Bei 500 Euro Kartenumsatz im Monat kommen mit der Amex rund 2.000 Punkte im Jahr zusammen, also etwa 20 Euro, plus die doppelte Gutschrift bei Partnern. Sammelst du kein Payback, bringt dir eine klassische kostenlose Karte mehr.

Tobias Friedrich
Geprüft von Tobias Friedrich
Gründer & Geschäftsführer der Finanzriese GmbH · § 34d GewO (IHK 2021)

„Beim Kreditkartenvergleich zählt nicht der lauteste Bonus, sondern die Summe der Kosten übers Jahr. Wir bewerten Karten nach Jahresgebühr, Auslandseinsatz und Bargeldkonditionen – transparent und unabhängig."

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