Die Prepaid-Kreditkarte der Landesbank Berlin war lange eine beliebte Einsteigerkarte: aufladbar, ohne Bonitätsprüfung und damit auch für Schüler, Studenten und Menschen mit schwacher Schufa geeignet. Dieses Angebot existiert nicht mehr. Die LBB hat ihr komplettes Kreditkartengeschäft aufgegeben, die Prepaid-Karte eingeschlossen. Hier liest du, was passiert ist und welche Guthabenkarten heute eine gute Wahl sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Die LBB Prepaid Kreditkarte (Visa Card prepaid) wird nicht mehr angeboten.
- Die Landesbank Berlin hat sich komplett aus dem Kartengeschäft zurückgezogen, betroffen war auch das bekannte LBB Kreditkarten-Doppel.
- Prepaid-Karten funktionieren weiterhin nach demselben Prinzip: erst aufladen, dann bezahlen, ohne Verschuldungsrisiko.
- Vergleichbare Karten ohne Schufa-Prüfung gibt es heute von mehreren Anbietern, teils mit besseren Konditionen.
- Aktuelle Angebote findest du im Kreditkartenvergleich auf unserer Startseite.
Was war die LBB Prepaid Kreditkarte?
Die Landesbank Berlin gab eine Visa Card auf Guthabenbasis aus. Du hast die Karte per Überweisung aufgeladen und konntest dann überall bezahlen, wo Visa akzeptiert wird. Eine Schufa-Abfrage oder Bonitätsprüfung war nicht nötig, weil die Bank kein Kreditrisiko einging. Vermarktet wurde die Karte vor allem an junge Leute, es gab sie zeitweise sogar als Jugendkarte für Kinder ab dem Schulalter.
Genau diese Zielgruppe machte die Karte bekannt: volle Kostenkontrolle für die Eltern, ein echtes Visa-Zahlungsmittel für den Nachwuchs.
Warum gibt es die Karte nicht mehr?
Die LBB hat ihr Kreditkartengeschäft komplett abgewickelt. Die großen Co-Branding-Partnerschaften mit Amazon und ADAC endeten, die Amazon-Kreditkarte lief Ende 2023 aus, das ADAC-Portfolio wechselte zur Solarisbank. Im Zuge dieses Rückzugs verschwanden auch die hauseigenen Produkte, von der Prepaid-Karte bis zum Kreditkarten-Doppel. Die Bank konzentriert sich seither auf ihr Kerngeschäft als Berliner Sparkasse.
Für dich heißt das: Die alte Karte lässt sich weder verlängern noch neu beantragen. Restguthaben aus alten Kartenkonten klärst du direkt mit der Berliner Sparkasse.
Alternativen: diese Prepaid-Karten gibt es heute
Das Prepaid-Prinzip lebt weiter, nur die Anbieter haben gewechselt. Aufladbare Visa- und Mastercard-Produkte bekommst du heute bei Direktbanken, Filialbanken und spezialisierten E-Geld-Instituten. Welche Variante zu dir passt und worauf du bei Gebühren achten solltest, zeigt unser großer Ratgeber zur Prepaid-Kreditkarte.
Wenn dir vor allem der Verzicht auf die Bonitätsprüfung wichtig ist, findest du im Ratgeber Kreditkarte ohne Schufa passende Karten samt ihrer Kostenfallen. Und falls deine Bonität in Ordnung ist, lohnt der Blick auf eine kostenlose Kreditkarte, die ist im Alltag meist günstiger als jede Prepaid-Karte. Die aktuellen Konditionen vergleichst du im Rechner.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die LBB Prepaid Kreditkarte noch beantragen?
Nein. Die Landesbank Berlin bietet keine Kreditkarten mehr an, auch keine Prepaid-Variante. Neuanträge sind nicht mehr möglich.
Was passiert mit Guthaben auf einer alten LBB Prepaid-Karte?
Guthaben verfällt nicht einfach. Wende dich an die Berliner Sparkasse, sie führt das Privatkundengeschäft der Landesbank Berlin fort und klärt die Auszahlung von Restguthaben.
Welche Prepaid-Kreditkarte ist heute eine gute Alternative?
Das hängt von deinem Einsatzzweck ab. Für Jugendliche bieten einige Banken Prepaid-Karten zum Girokonto an, für Erwachsene ohne Schufa-Prüfung gibt es eigenständige Guthabenkarten. Einen Überblick mit Vor- und Nachteilen gibt der Ratgeber Prepaid-Kreditkarte.
Geht eine echte Kreditkarte auch ohne Schufa?
Eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen setzt fast immer eine Bonitätsprüfung voraus. Ohne Schufa bleiben Prepaid- und Debitkarten, die Details erklärt der Ratgeber Kreditkarte ohne Schufa.
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