Die DAB Bank war Deutschlands erster Direktbroker und gab ihren Kunden neben Depot und Konto auch eine Mastercard an die Hand. Seit 2016 ist die Marke aus dem Privatkundengeschäft verschwunden: Nach der Übernahme durch BNP Paribas wurden alle Privatkunden zur Consorsbank übertragen. Was das für die DAB Mastercard bedeutete und welche Karte heute an ihre Stelle tritt, erfährst du auf dieser Seite.
Das Wichtigste in Kürze
- Die DAB Bank startete 1994 als erster Direktbroker Deutschlands, zuletzt gehörte sie zur französischen Großbank BNP Paribas.
- Im November 2016 wurden alle Privatkunden samt Konten, Depots und Karten technisch auf die Consorsbank migriert.
- Die DAB Mastercard wurde damit eingestellt, Kunden erhielten Karten der Consorsbank als Ersatz.
- Unter dem Namen DAB BNP Paribas lief danach nur noch das Geschäft mit Vermögensverwaltern und institutionellen Kunden.
Was war die DAB Bank Mastercard?
Die Direkt Anlage Bank, kurz DAB, ging 1994 als Tochter der Hypo-Bank an den Start und machte günstiges Wertpapiergeschäft ohne Filiale in Deutschland populär. Zum Angebot gehörten später auch Girokonten und Kreditkarten: Die DAB Mastercard ergänzte das kostenlose Konto und ließ sich fürs Bezahlen und Geldabheben nutzen. Für viele Anleger war sie die praktische Karte zum Depot.
Übernahme und Ende der Marke
2014 verkaufte die damalige Eigentümerin UniCredit die DAB Bank an die französische BNP Paribas. Die Franzosen besaßen mit der Consorsbank bereits eine deutsche Direktbank und führten beide Häuser zusammen. Im November 2016 wurden die Privatkunden der DAB Bank technisch auf die Consorsbank migriert, mit allen Konten, Depots und Karten. Die DAB Mastercard wurde in diesem Zug durch Karten der Consorsbank ersetzt.
Die Marke verschwand damit aber nicht komplett: Als DAB BNP Paribas betreute das Haus weiterhin unabhängige Vermögensverwalter, Fondsvermittler und institutionelle Kunden. Ein Kartenangebot für Privatkunden gab es unter dem Namen DAB jedoch nie wieder.
Alternativen zur DAB Mastercard heute
Der natürliche Nachfolger ist die Consorsbank, die das Privatkundengeschäft der DAB Bank fortführt und zu Girokonto und Depot eine Visa-Karte anbietet. Frühere DAB-Kunden sind dort ohnehin gelandet und mussten nichts weiter unternehmen.
Du musst deine Karte aber nicht bei der Bank nehmen, bei der dein Depot liegt. Dauerhaft gebührenfreie Karten anderer Anbieter findest du im Ratgeber kostenlose Kreditkarte, einen breiteren Marktüberblick liefert die Seite beste Kreditkarte. Die tagesaktuellen Konditionen vergleichst du im Kreditkartenvergleich auf unserer Startseite.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es die DAB Bank noch?
Für Privatkunden nicht mehr. Das Privatkundengeschäft ging im November 2016 vollständig an die Consorsbank über. Unter dem Namen DAB BNP Paribas wurde danach nur noch das Geschäft mit Vermögensverwaltern und institutionellen Kunden geführt.
Was ist aus der DAB Mastercard geworden?
Sie wurde mit der Migration 2016 eingestellt. Bestandskunden bekamen automatisch Karten der Consorsbank als Ersatz, alte DAB-Karten sind seit Langem ungültig.
Was passierte mit Konten und Depots der DAB Bank?
Sie wurden im November 2016 samt Guthaben und Wertpapieren auf die Consorsbank übertragen. Kunden mussten dafür nichts tun, lediglich Zugangsdaten und Kontonummern änderten sich im Zuge der Umstellung.
Welche Karte ersetzt die DAB Mastercard am besten?
Wer alles bei einer Bank haben will, nimmt die Visa-Karte der Consorsbank. Unabhängig davon lohnt der Blick in den Rechner: Dort siehst du, welche Kreditkarten aktuell ohne Jahresgebühr auskommen und was sie im Ausland kosten.
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