MyPrepaid: Aus der Prepaid-Mastercard wurde VIMpay

Die MyPrepaid Mastercard war eine kostenlose Guthabenkarte, die sich vor allem an Jugendliche und ihre Eltern richtete.

Die MyPrepaid Mastercard war eine kostenlose Guthabenkarte, die sich vor allem an Jugendliche und ihre Eltern richtete. Neu bestellen kannst du sie nicht mehr: Auf der offiziellen Website heißt es inzwischen „MyPrepaid wird VIMpay“, der Betreiber PayCenter führt nur noch den Login für Bestandskunden weiter. Was aus der Karte wurde und welche Alternativen es heute gibt, erfährst du auf dieser Seite.

Das Wichtigste in Kürze

  • MyPrepaid war eine Prepaid-Mastercard des E-Geld-Instituts PayCenter GmbH aus Freising, dauerhaft ohne Jahresgebühr.
  • Die Karte richtete sich besonders an Familien: Eltern konnten Aufladungen und Ausgaben ihrer Kinder online kontrollieren.
  • Für Neukunden ist MyPrepaid eingestellt, PayCenter verweist auf das Nachfolgeprodukt VIMpay aus demselben Haus.
  • Bestandskunden können sich weiterhin einloggen und ihr Guthaben verwalten.
  • Aktuelle Guthabenkarten mit besseren Funktionen findest du im Vergleich der Prepaid-Kreditkarten.

Was war die MyPrepaid Mastercard?

Hinter MyPrepaid steht die PayCenter GmbH, ein von der BaFin beaufsichtigtes E-Geld-Institut aus Freising bei München. Die Karte funktionierte strikt auf Guthabenbasis: aufladen, bezahlen, fertig. War das Guthaben verbraucht, ging keine Zahlung mehr durch. Genau das machte sie als Taschengeldkarte beliebt, Eltern bestimmten die Aufladung und sahen im Onlinebereich jede Ausgabe.

Dazu kam der Preis: keine Jahresgebühr, dafür aber auch Einschränkungen. Bargeld abheben war mit der MyPrepaid nicht möglich, und der Jahresumsatz war auf 2.500 Euro begrenzt. Eine Schufa-Prüfung gab es nicht, die Karte stand damit auch Kunden mit schwacher Bonität offen.

Warum wurde MyPrepaid eingestellt?

PayCenter hat sein Kartengeschäft für Privatkunden auf ein moderneres Produkt gebündelt: VIMpay, eine App-basierte Mastercard mit Kontofunktion aus demselben Haus. Auf myprepaid.de wirbt der Anbieter offen mit „MyPrepaid wird VIMpay“ und „VIMpay kann mehr“. Neue MyPrepaid-Karten werden nicht mehr ausgegeben, der Login bleibt für Bestandskunden aber erreichbar, damit sie Guthaben und Umsätze weiter verwalten können.

Ein Drama ist das Ende nicht, eher ein Generationswechsel. Die MyPrepaid stammte aus einer Zeit, in der Prepaid-Karten noch per Formular bestellt wurden. Heute erwarten Kunden App-Steuerung, Apple Pay und Echtzeit-Benachrichtigungen, Funktionen, die die alte Karte nie hatte.

Alternativen zu MyPrepaid

Der offizielle Nachfolger ist VIMpay von PayCenter. Du bist aber nicht auf diesen einen Anbieter festgelegt: Der Markt für Guthabenkarten ist groß, viele Banken und Fintechs bieten aufladbare Karten mit App an. Einen aktuellen Überblick samt Gebühren gibt dir der Vergleich der Prepaid-Kreditkarten.

Suchst du eine Karte trotz negativer Bonität, wirst du auf der Seite Kreditkarte ohne Schufa fündig. Ist die Karte für den volljährigen Nachwuchs gedacht, lohnt außerdem der Blick in den Ratgeber Kreditkarte für Studenten. Die aktuellen Konditionen aller Karten vergleichst du im Kreditkartenvergleich auf der Startseite.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die MyPrepaid Mastercard noch bestellen?

Nein. PayCenter gibt keine neuen MyPrepaid-Karten mehr aus und verweist Interessenten auf das Nachfolgeprodukt VIMpay. Bestandskunden können sich weiterhin auf myprepaid.de einloggen.

Was ist VIMpay?

VIMpay ist die App-basierte Prepaid-Mastercard der PayCenter GmbH, also des gleichen Anbieters, der auch MyPrepaid betrieben hat. Sie bietet mehr Funktionen als die alte Karte, etwa App-Steuerung und mobiles Bezahlen.

Was passiert mit Guthaben auf meiner MyPrepaid-Karte?

Dein Guthaben bleibt erhalten. Über den Bestandskunden-Login verwaltest du es weiterhin, und als E-Geld hast du gegenüber PayCenter grundsätzlich einen Anspruch auf Auszahlung. Bei Fragen hilft der Support des Instituts.

Welche Prepaid-Karte lohnt sich heute statt MyPrepaid?

Das hängt vom Einsatzzweck ab, etwa ob du Bargeld abheben oder mobil bezahlen willst. Vergleiche die aktuellen Angebote im Rechner oder direkt im Ratgeber zur Prepaid-Kreditkarte.

Tobias Friedrich
Geprüft von Tobias Friedrich
Gründer & Geschäftsführer der Finanzriese GmbH · § 34d GewO (IHK 2021)

„Beim Kreditkartenvergleich zählt nicht der lauteste Bonus, sondern die Summe der Kosten übers Jahr. Wir bewerten Karten nach Jahresgebühr, Auslandseinsatz und Bargeldkonditionen – transparent und unabhängig."

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