Die mywirecard war eine der bekanntesten Prepaid-Karten in Deutschland, ausgegeben von der Wirecard Bank. Mit dem Zusammenbruch des Wirecard-Konzerns im Sommer 2020 endete auch die Geschichte dieser Karte. Hier erfährst du, was mywirecard war, wie es zum Aus kam und welche aufladbaren Karten heute an ihre Stelle treten.
Das Wichtigste in Kürze
- mywirecard umfasste eine virtuelle Prepaid-Mastercard sowie die mywirecard 2go Visa, die es als Plastikkarte sogar an Tankstellen gab.
- Nach der Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 wurden die Karten eingestellt, Neubestellungen sind seit Jahren nicht mehr möglich.
- Guthaben waren über die deutsche Einlagensicherung geschützt, Kunden konnten es aufbrauchen oder sich auszahlen lassen.
- Aufladbare Karten ohne Schufa-Prüfung findest du heute im Vergleich der Prepaid-Kreditkarten.
Was war die mywirecard?
Hinter mywirecard standen gleich zwei Produkte der Wirecard Bank AG. Die mywirecard Prepaid-Mastercard war eine virtuelle Karte, die du nach der Registrierung sofort für Onlinezahlungen nutzen konntest, auf Wunsch mit zusätzlicher Plastikkarte. Die mywirecard 2go Visa, später mycard2go genannt, gab es ab 2016 als Starterpaket an Tankstellen und in Supermärkten zu kaufen.
Beide Karten funktionierten auf Guthabenbasis. Du hast Geld aufgeladen und konntest nur ausgeben, was tatsächlich auf der Karte war. Eine Schufa-Prüfung gab es deshalb nicht, was die Karten für junge Leute und für Kunden mit schwacher Bonität interessant machte. Praktisch war auch die virtuelle Variante für sicheres Bezahlen im Netz, ein früher Vorläufer der heutigen virtuellen Kreditkarten.
Das Ende mit der Wirecard-Insolvenz
Am 25. Juni 2020 meldete die Wirecard AG Insolvenz an, nachdem 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz nicht auffindbar waren. Die Wirecard Bank, die die mywirecard-Karten herausgab, war zwar formal nicht insolvent und wurde von der BaFin gesondert beaufsichtigt. Ein tragfähiges Geschäft gab es aber nicht mehr. Die Kartenprodukte wurden nacheinander eingestellt, ab Herbst 2020 verschwand das mywirecard-Angebot endgültig vom Markt. Die ganze Geschichte des Skandals liest du auf unserer Seite zur Wirecard-Pleite.
Für Karteninhaber lief das Ende vergleichsweise glimpflich ab. Guthaben zählten nicht zur Insolvenzmasse und waren als Einlage bei einer deutschen Bank gesetzlich abgesichert. Wer sein Restguthaben nicht rechtzeitig ausgab, konnte sich den Betrag auszahlen lassen. Wichtig war schnelles Handeln, denn auf ruhende Guthaben erhob die Bank ab Oktober 2020 eine monatliche Gebühr.
Alternativen: aufladbare Karten heute
Der Markt für Prepaid-Karten ist seit dem Wirecard-Aus deutlich professioneller geworden. Aufladbare Visa- und Mastercard-Angebote von lizenzierten Banken bekommst du heute ohne Schufa-Prüfung und teils ohne Jahresgebühr. Einen aktuellen Überblick gibt dir unser Ratgeber zur Prepaid-Kreditkarte. Wenn es dir vor allem um eine Karte trotz negativer Bonität geht, hilft die Seite Kreditkarte ohne Schufa weiter.
Verdienst du regelmäßig und ist deine Bonität in Ordnung, fährst du mit einer echten Kreditkarte oft besser, viele Modelle kosten dauerhaft keine Jahresgebühr. Die aktuellen Konditionen vergleichst du im Kreditkartenvergleich auf der Startseite.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es die mywirecard noch?
Nein. Die mywirecard-Karten wurden nach der Insolvenz des Wirecard-Konzerns 2020 eingestellt. Weder die virtuelle Prepaid-Mastercard noch die mycard2go Visa lassen sich heute bestellen oder aufladen.
Was ist mit Restguthaben auf der mywirecard passiert?
Guthaben lagen bei der Wirecard Bank und waren über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Kunden konnten es nach der Insolvenz aufbrauchen oder sich auf ihr Bankkonto auszahlen lassen. Wer heute noch Ansprüche vermutet, wendet sich an den Insolvenzverwalter der Wirecard-Gruppe.
Welche Prepaid-Karte ersetzt die mywirecard am besten?
Das hängt von deinem Einsatzzweck ab. Für Onlinezahlungen reicht oft eine virtuelle Karte, für Reisen brauchst du eine Karte mit weltweiter Akzeptanz und fairen Auslandsgebühren. Im Vergleich der Prepaid-Kreditkarten findest du passende Angebote und kannst direkt online bestellen.
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