Sparkasse Kreditkarte: Varianten, Kosten und Alternativen im Vergleich

Die Sparkasse Kreditkarte gibt es als Visa oder Mastercard in vier Varianten, von der Basis-Debitkarte bis zur Platinum Kreditkarte mit Concierge-Service.

Die Sparkasse Kreditkarte gehört zu den meistgenutzten Karten in Deutschland, schließlich führen Millionen Menschen ihr Girokonto bei einer der rund 340 Sparkassen. Du erhältst sie als Visa oder Mastercard in vier Varianten, von der einfachen Basis-Karte bis zur Platinum Kreditkarte mit Concierge-Service. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, was die einzelnen Modelle leisten, welche Gebühren auf dich zukommen und wann eine kostenlose Kreditkarte einer anderen Bank die bessere Wahl ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sparkassen bieten Visa und Mastercard in vier Stufen an: Basis (Debitkarte), Standard, Gold und Platinum.
  • Es gibt keine bundesweit einheitlichen Konditionen, jede Sparkasse legt Preise und Leistungen selbst fest.
  • Eine Standard-Kreditkarte kostet je nach Institut meist 20 bis 40 Euro im Jahr, die Gold-Variante oft 80 bis 100 Euro.
  • Voraussetzung ist in der Regel ein Girokonto bei der jeweiligen Sparkasse, die Abrechnung läuft monatlich darüber.
  • Wer keine Jahresgebühr zahlen will, findet im Kreditkartenvergleich dauerhaft kostenlose Karten mit ähnlichen oder besseren Leistungen.

Visa und Mastercard: diese Kreditkarten bietet die Sparkasse an

Anders als Direktbanken haben die Sparkassen kein einzelnes Kartenmodell, sondern ein gestuftes Angebot. Du wählst zunächst zwischen Visa und Mastercard, mit beiden kannst du weltweit bargeldlos bezahlen, an Millionen Akzeptanzstellen und kontaktlos an der Kasse. Welche der beiden Marken deine Sparkasse ausgibt, hängt vom Institut ab, viele führen beide. Für den Alltag macht das kaum einen Unterschied, mehr dazu liest du im Vergleich Visa oder Mastercard.

Danach entscheidest du dich für eine von vier Leistungsstufen. Der Aufbau ist bei fast allen Instituten gleich, nur Preise und Details unterscheiden sich:

Visa und Mastercard Basis: die Debitkarte

Die Basis-Karte ist keine echte Kreditkarte, sondern eine Debitkarte. Jeder Umsatz wird sofort vom Girokonto abgebucht, einen Kreditrahmen gibt es nicht. Dafür fällt die Bonitätsprüfung weg, weshalb die Basis-Variante auch für junge Leute oder bei schwacher Bonität funktioniert. Bei Mietwagenfirmen und manchen Hotels stößt sie allerdings an Grenzen, dort wird häufig eine echte Kreditkarte verlangt.

Standard Kreditkarte: der Klassiker mit monatlicher Abrechnung

Die Standard-Version ist eine klassische Charge-Karte: Deine Umsätze werden gesammelt und einmal im Monat komplett vom Girokonto abgebucht. Bis dahin nutzt du ein zinsfreies Zahlungsziel. Mobiles Bezahlen per Apple Pay und Google Pay ist Standard, die Verwaltung läuft ganz bequem über die Sparkassen-App, und bei vielen Instituten kannst du Wunsch-PIN und Wunsch-Motiv festlegen. Zusatzleistungen wie Versicherungen bringt diese Stufe kaum mit.

Mastercard Gold und Visa Gold: mehr Leistung für Reisende

Die Gold Kreditkarte der Sparkasse ergänzt den Standard-Umfang um ein Reisepaket. Üblich sind Reiserücktritts-, Auslandsreisekranken- und Reisegepäckversicherung, teils auch ein Online-Käuferschutz. Manche Sparkassen erlassen Gold-Kunden zusätzlich die Gebühr für die Bargeldauszahlung im Ausland. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie oft du reist und ob du die Versicherungen wirklich nutzt. Was eine goldene Kreditkarte generell bietet, haben wir separat aufgeschlüsselt.

Mastercard Platinum und Visa Platinum: das Premiummodell

Die Platinum Kreditkarte richtet sich an Vielreisende mit gehobenen Ansprüchen. Sie enthält das umfangreichste Versicherungspaket, einen persönlichen Concierge-Service und je nach Institut einen Priority Pass für Airport-Lounges oder die kostenfreie Mitgliedschaft in der Platinum Golf-Community. Entsprechend liegt der Preis für dieses exklusive Paket bei den meisten Sparkassen im dreistelligen Bereich.

Was kostet die Sparkasse Kreditkarte?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn jede Sparkasse kalkuliert selbst. Als Orientierung aus den Preisverzeichnissen: Die Standard-Karte kostet meist 20 bis 40 Euro Jahresgebühr, verbreitet sind 36 Euro. Für die Gold-Variante werden häufig 80 bis 100 Euro pro Jahr fällig, die Kasseler Sparkasse verlangt zum Beispiel 84 Euro. Am günstigsten ist die Basis-Debitkarte, manche Institute geben sie zum Premium-Girokonto gratis dazu.

Neben der Jahresgebühr solltest du diese Posten prüfen, bevor du die Karte beantragst:

  • Auslandseinsatz: Beim Bezahlen außerhalb des Euroraums berechnen die meisten Sparkassen ein Entgelt für den Auslandseinsatz von rund 1,75 bis 2 Prozent des Umsatzes.
  • Bargeldauszahlung: An fremden Geldautomaten kostet das Abheben mit der Kreditkarte meist einen Prozentsatz des Betrags, mindestens aber einen festen Euro-Betrag. Gold- und Platinum-Karten sind hier oft im Vorteil.
  • Kontoführung: Die Kreditkarte gibt es fast nur zum Sparkassen-Girokonto, dessen monatliche Gebühr rechnest du fairerweise mit ein.

Die genauen Konditionen deiner Sparkasse findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis auf deren Website. Zum Abgleich lohnt ein Blick in unseren Kreditkartenvergleich, dort siehst du sofort, was andere Anbieter für vergleichbare Leistungen verlangen.

Vorteile und Nachteile der Sparkassen-Kreditkarte

Zu den Vorteilen zählt vor allem das Gesamtpaket aus Nähe und Service. Du bekommst die Karte direkt zu deinem bestehenden Konto, hast einen Ansprechpartner in der Filiale und hebst an den rund 20.000 Sparkassen-Geldautomaten in Deutschland kostenlos Geld ab, mit der Sparkassen-Card sowieso, je nach Institut auch mit der Kreditkarte. Die monatliche Abrechnung ist transparent, im Online-Banking siehst du alle Zahlungen, und dank Mastercard Identity Check beziehungsweise Visa Secure ist auch das Online-Shopping sicher.

Dem stehen die Kosten gegenüber. Während viele Direktbanken auf die Jahresgebühr verzichten, zahlst du bei der Sparkasse für jede echte Kreditkarte. Auch das Auslandsentgelt fällt bei den meisten Instituten an, was die Karte auf Reisen teurer macht als spezialisierte Reisekarten. Und: Ohne Girokonto bei der jeweiligen Sparkasse erhältst du die Karte in der Regel nicht.

Sparkasse Kreditkarte beantragen: so läuft es ab

Der Antrag ist unkompliziert, besonders wenn du schon Kunde bist. Drei Wege führen zur Karte:

  1. Online-Banking: Eingeloggt beantragst du die Karte mit wenigen Klicks, die Legitimation entfällt, weil die Sparkasse dich bereits kennt.
  2. Filiale: Du lässt dich beraten und unterschreibst den Antrag vor Ort, sinnvoll, wenn du zwischen Gold und Standard schwankst.
  3. Website der Sparkasse: Als Neukunde eröffnest du zuerst ein Girokonto und legitimierst dich per Video-Ident oder in der Filiale.

Vor der Ausgabe einer echten Kreditkarte prüft die Sparkasse deine Bonität, meist inklusive Schufa-Abfrage, und legt die Höhe deines Verfügungsrahmens fest. Nach wenigen Tagen kommt die Karte per Post, die PIN separat. Eine ausführliche Anleitung mit allen Unterlagen findest du im Ratgeber Kreditkarte beantragen.

Alternativen zur Sparkasse Kreditkarte

Bevor du 36 Euro oder mehr im Jahr zahlst, lohnt der Vergleich mit gebührenfreien Karten anderer Banken. Gleich mehrere Anbieter verlangen dauerhaft keine Jahresgebühr und sind beim Auslandseinsatz sogar günstiger:

  • Hanseatic Bank GenialCard: Visa Kreditkarte ohne Jahresgebühr, mit der du weltweit gebührenfrei bezahlen und Bargeld abheben kannst. Achte darauf, die Rechnung per Lastschrift voll auszugleichen, sonst fallen Zinsen für die Teilzahlung an.
  • TF Bank Mastercard Gold: kostenfreie Gold-Karte mit Reiseversicherungen, also genau das Paket, für das die Sparkasse Geld verlangt.
  • Advanzia Gebührenfrei Mastercard Gold: keine Jahresgebühr, kein Auslandsentgelt, Bargeldabhebungen werden allerdings sofort verzinst.

Diese und weitere Karten findest du mit aktuellen Konditionen in unserer Übersicht der kostenlosen Kreditkarten. Welche Karte insgesamt zu dir passt, zeigt dir der Rechner auf der Startseite, dort filterst du nach Jahresgebühr, Bargeld- und Auslandskonditionen. Einen ausführlichen Leistungsvergleich liefert unser Ratgeber zur besten Kreditkarte.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Kreditkarte bei der Sparkasse im Jahr?

Das legt jede Sparkasse selbst fest. Üblich sind rund 20 bis 40 Euro für die Standard Kreditkarte und 80 bis 100 Euro für die Gold-Karte. Die Platinum-Variante kostet deutlich mehr. Den exakten Preis nennt das Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Sparkasse.

Ist die Sparkasse Kreditkarte eine echte Kreditkarte?

Standard, Gold und Platinum sind echte Charge-Kreditkarten mit monatlicher Abrechnung über das Girokonto. Die Basis-Variante ist dagegen eine Debitkarte, bei der jeder Betrag sofort abgebucht wird.

Bekomme ich die Karte auch ohne Girokonto bei der Sparkasse?

In aller Regel nicht. Die Kreditkarte wird über das Sparkassen-Konto abgerechnet, das Konto ist daher Voraussetzung. Ohne Kontowechsel greifst du besser zu einer kostenlosen Mastercard Kreditkarte oder Visa eines anderen Anbieters aus dem Vergleich.

Wann werden die Kreditkartenumsätze abgebucht?

Bei den echten Kreditkarten sammelt die Sparkasse deine Umsätze und bucht sie einmal im Monat gesammelt vom Girokonto ab, üblicherweise zu einem festen Stichtag. Bis dahin sind die Zahlungen für dich zinsfrei.

Kann ich mit der Sparkasse Kreditkarte weltweit Bargeld abheben?

Ja, an Millionen Geldautomaten mit Visa- oder Mastercard-Zeichen bekommst du weltweit Geld. Außerhalb der Sparkassen-Automaten kostet das allerdings meist eine Gebühr plus Auslandsentgelt. Bei vielen Gold- und Platinum-Karten ist die Bargeldauszahlung im Ausland dagegen kostenfrei.

Lohnt sich die Gold Kreditkarte der Sparkasse?

Sie lohnt sich, wenn du mehrmals pro Jahr verreist und die enthaltenen Reiseversicherungen sonst separat abschließen würdest. Wer selten reist, fährt mit der Standard-Variante oder einer kostenlosen Gold-Alternative wie der TF Bank Mastercard Gold günstiger.

Kann ich das Design meiner Karte selbst bestimmen?

Viele Sparkassen bieten die Kreditkarte mit Wunsch-Motiv an, du wählst dann online aus einer Motivgalerie oder lädst ein eigenes Foto hoch. Auch eine Wunsch-PIN lässt sich bei den meisten Instituten ganz einfach über die App einstellen.

Tobias Friedrich
Geprüft von Tobias Friedrich
Gründer & Geschäftsführer der Finanzriese GmbH · § 34d GewO (IHK 2021)

„Beim Kreditkartenvergleich zählt nicht der lauteste Bonus, sondern die Summe der Kosten übers Jahr. Wir bewerten Karten nach Jahresgebühr, Auslandseinsatz und Bargeldkonditionen – transparent und unabhängig."

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