Trade Republic gehört zu den meistgenutzten Brokern in Deutschland, und die erste Frage nach der Kontoeröffnung lautet fast immer: Wie kommt Geld aufs Verrechnungskonto? Die Kreditkarte ist einer von mehreren Wegen, aber nicht der günstigste. Dieser Beitrag zeigt den Stand 2026, erklärt die Gebühren und wirft einen Blick auf die hauseigene Karte von Trade Republic, die das Thema Einzahlen für viele Nutzer ohnehin verändert hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Einzahlungen per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay sind bei Trade Republic sofort verfügbar, kosten aber 1 Prozent Gebühr (Mindesteinzahlung 10 Euro).
- Die SEPA-Überweisung bleibt kostenlos und braucht je nach Bank wenige Sekunden bis zwei Bankarbeitstage.
- Trade Republic gibt inzwischen eine eigene Visa-Debitkarte aus, mit Saveback: 1 Prozent der Kartenumsätze fließt in deinen Sparplan.
- Wer regelmäßig größere Beträge investiert, fährt mit der Überweisung deutlich günstiger als mit der Karte.
Diese Einzahlungswege gibt es 2026
Als dieser Artikel 2022 zum ersten Mal erschien, war die Kartenzahlung gerade als schnelle Alternative zur Überweisung gestartet. Daran hat sich im Kern wenig geändert, das Angebot ist nur breiter geworden. Aktuell füllst du dein Verrechnungskonto auf vier Wegen:
- SEPA-Überweisung: kostenlos, Gutschrift meist nach einem, spätestens nach zwei Bankarbeitstagen. Mit Echtzeitüberweisung oft in Sekunden.
- Kreditkarte (Visa oder Mastercard): sofortige Gutschrift, 1 Prozent Gebühr, mindestens 10 Euro Einzahlung.
- Apple Pay und Google Pay: ebenfalls sofort und ebenfalls mit 1 Prozent Gebühr, dafür ohne Kartendaten-Eingabe.
- Gehaltseingang aufs Girokonto: Wer Trade Republic als Girokonto nutzt, braucht gar keine separate Einzahlung mehr.
PayPal wird weiterhin nicht unterstützt. Und Einzahlungen funktionieren nur von Karten und Konten, die auf deinen eigenen Namen laufen, Zahlungen von Dritten lehnt der Broker aus Geldwäschegründen ab.
Was die Karteneinzahlung wirklich kostet
Ein Prozent klingt nach wenig, summiert sich aber. Wer monatlich 500 Euro per Karte einzahlt, gibt im Jahr 60 Euro nur für den Transfer aus. Bei einer Einmalanlage von 10.000 Euro wären es 100 Euro. Zum Vergleich: Die Überweisung kostet nichts, und seit Banken Echtzeitüberweisungen ohne Aufpreis anbieten müssen, ist auch der Geschwindigkeitsvorteil der Karte fast dahin.
Sinnvoll ist die Kartenzahlung deshalb vor allem in einer Situation: Du willst eine kurzfristige Marktchance nutzen und dein Geld liegt auf einem Konto, von dem keine Echtzeitüberweisung möglich ist. Dann sind 1 Prozent der Preis für die Sofortgutschrift. Für Sparpläne und regelmäßige Einzahlungen bleibt die Überweisung die klar bessere Wahl.
Ein Detail noch: Zahlst du mit einer echten Kreditkarte mit Kreditrahmen ein, investierst du streng genommen geliehenes Geld. Gleichst du die Kreditkartenabrechnung nicht vollständig aus, fallen hohe Sollzinsen an, die jede Rendite auffressen.
Die Trade-Republic-Karte: Einzahlen war gestern
Spannender als die Frage nach dem Einzahlungsweg ist für viele inzwischen die eigene Karte des Brokers. Trade Republic gibt eine Visa-Debitkarte zum Girokonto aus, die virtuelle Variante kostet nichts, die physische Karte einmalig 5 Euro. Das Besondere ist das Saveback-Programm: 1 Prozent deiner Kartenumsätze wandert automatisch als Investment in einen Sparplan, bis zu einem monatlichen Deckel und an Bedingungen geknüpft, unter anderem an mindestens 50 Euro Sparplanausführung im Monat.
Damit dreht der Broker die Logik um: Statt Geld zum Investieren einzuzahlen, investierst du beim Bezahlen nebenbei. Als Debitkarte bucht die Karte jeden Umsatz direkt vom Verrechnungskonto ab, einen Kreditrahmen gibt es nicht. Was Debitkarten von echten Kreditkarten unterscheidet, liest du im Lexikon unter Debit Card, einen breiteren Überblick gibt der Ratgeber Kreditkartenarten.
Für Kautionen bei Mietwagen oder Hotels ist die Trade-Republic-Karte übrigens nur bedingt geeignet, dort punkten klassische Kreditkarten. Falls dir so eine Karte noch fehlt: Im Kreditkartenvergleich findest du Karten ohne Jahresgebühr, die sich gut mit einem Broker-Konto kombinieren lassen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich bei Trade Republic per Kreditkarte einzahlen?
Ja. Visa- und Mastercard-Zahlungen werden akzeptiert, die Gutschrift erfolgt sofort. Trade Republic berechnet dafür 1 Prozent Gebühr, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro.
Warum wird meine Kartenzahlung abgelehnt?
Häufigste Gründe: Die Karte läuft nicht auf deinen Namen, das Kartenlimit ist erreicht oder deine Bank blockiert Zahlungen an Broker. Prüfe Limit und Karteninhaber und versuche es sonst per Überweisung.
Ist die Trade-Republic-Karte eine echte Kreditkarte?
Nein, es ist eine Visa-Debitkarte. Umsätze werden sofort vom Verrechnungskonto abgebucht, einen Kreditrahmen und ein zinsfreies Zahlungsziel gibt es nicht. Dafür lockt das Saveback-Programm mit 1 Prozent für deinen Sparplan.
Was ist der günstigste Weg, Geld einzuzahlen?
Die SEPA-Überweisung, sie kostet nichts. Mit einer Echtzeitüberweisung ist das Geld meist genauso schnell da wie per Karte, nur ohne die 1 Prozent Gebühr.
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